Montag, 23. Oktober 2017

Wie gründet man eine Schatzkiste?

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Einige Fragen, die Initiatoren häufig stellen.

Werde ich als Privatperson bei einer Gründungsinitiative unterstützt?
Der Verein  unterstützt nur freie gemeinnützige Träger. Selbstverständlich ist das persönliche Engagement des Gründers entscheidend, unabdinglich ist es aber, dass es eingebunden ist in die Arbeit eines regionalen Trägers der Behindertenhilfe.

Was sollte ich tun, um meinen Träger von der Schatzkiste zu überzeugen?
Man kann auf die Internetpräsentation hinweisen. Man kann sich an eine regionale Schatzkiste wenden, die Kolleginnen und Kollegen können Informationen über ihre Arbeit und Erfahrungen geben.

Wie hoch ist der Personalaufwand zu veranschlagen?
Ideal ist es natürlich, wenn der Träger bereit ist, die Personalkosten zu übernehmen. Bei einigen Vermittlungsstellen ist das auch so, es gibt aber auch Beispiele, wo die Vermittler vollständig oder teilweise ehrenamtlich arbeiten. In der Aufbauphase, hier geht es in erster Linie darum,  für das neue Projekt zu werben und Kontaktsuchende im persönlichen Gespräch in die Kartei aufzunehmen, liegt der Gesamtaufwand bei etwa 4-5 Stunden in der Woche. Wenn man dann auch noch die Arbeit unter verschiedenen Personen aufteilt, dann ergibt sich für so manchen Träger eine Bilanz, die das Projekt unterstützenswert erscheinen lässt!

Welche Voraussetzungen muß die Person des Vermittlers mitbringen?
Eine akademische Ausbildung ist sicherlich wünschenswert (Psychologe, Heilpädagoge, Sozialpädagoge…), aber vielleicht nicht immer zwingend notwendig. Entscheidend ist die langjährige Berufserfahrung in der Behindertenarbeit und selbstverständlich eine persönliche Eignung. Dazu gehören Einfühlungsvermögen, Charakterstärke und Fachkompetenz, um nur einiges zu nennen. Das Wichtigste aber ist die Begeisterung für diesen Ansatz und die Bereitschaft, sich unter Umständen auch ehrenamtlich zu engagieren.

Ist es möglich, bei einer regionalen Schatzkiste einen Informationsbesuch abzustatten?
Ja. Wenden Sie sich einfach an eine Agentur in Ihrer näheren Umgebung.

Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit die Gründung einer neuen Schatzkiste erfolgreich ist?
Die Größe der Kartei ist sicherlich der wichtigste Gesichtspunkt. Es muß schon die berechtigte Aussicht vorhanden sein, (möglichst innerhalb eines Jahres) mindestens hundert Partnersuchende zu erfassen. Ist das nicht gegeben, so könnte das Unterfangen für den Vermittler mühsam und für die hoffnungsvollen Klienten ziemlich frustrierend sein.

Ist die Gründung einer neuen Schatzkiste nur in Großstädten möglich?
Auch in ländlichen Regionen ist die Vermittlungsarbeit möglich. Sicherlich ist hier ein höherer Aufwand, besonders an Werbung zu veranschlagen. Hier empfiehlt sich ein Zusammenschluss mehrerer Träger. Die Zusammenarbeit mit benachbarten Vermittlungsstellen ist sinnvoll!

Ist die Schatzkiste nur für Menschen mit geistigen Behinderungen?
Grundsätzlich können sich alle Menschen mit Behinderungen in die Kartei aufnehmen lassen.

Heißt Internet-Datenbank, dass sich Menschen mit Behinderung einloggen und selbst auf Partnersuche gehen können?
Nein, die Datenbank ist nur für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der  regionalen  Schatzkisten zugänglich.

Wie kann ich die Internet-Datenbank kennen lernen?
Am Besten wenden sie sich an eine Schatzkiste in ihrer Nähe und vereinbaren einen persönlichen Termin, um sich in den Umgang mit der Datenbank einweisen zu lassen.