Wie gründet man eine Schatzkiste?
Einige Fragen, die Initiatoren häufig stellen.
Werde ich als Privatperson bei einer Gründungsinitiative unterstützt?
Der Verein und Bernd Zemella unterstützen nur freie gemeinnützige Träger. Selbstverständlich ist das persönliche Engagement des Gründers entscheidend, unabdinglich ist es aber, daß es eingebunden ist in die Arbeit eines regionalen Trägers der Behindertenhilfe.
Was sollte ich tun, um meinen Träger von der Schatzkiste zu überzeugen?
Man kann auf die Internetpräsentation hinweisen. Man kann den Gründer Bernd Zemella und andere Partnervermittler als Ansprechpartner nennen. Diese sind gern jederzeit bereit, sachdienlich Auskünfte zu geben.
Wie hoch ist der Personalaufwand zu veranschlagen?
Ideal ist es natürlich, wenn der Träger bereit ist, die Personalkosten zu übernehmen. Bei einigen Vermittlungsstellen ist das auch so, es gibt aber auch Beispiele, wo die Vermittler vollständig oder teilweise ehrenamtlich arbeiten. Der Arbeitsaufwand in der Aufbauphase, wo es darum geht, den Karteibestand aufzubauen, ist eigentlich nicht so erheblich. Wenn man von beispielsweise zwei Neuaufnahmen pro Woche ausgeht und einen Werbeaufwand von vielleicht zwei Wochenstunden veranschlagt, so liegt der Gesamtaufwand immer noch bei weniger als einem halben Arbeitstag. Wenn man dann auch noch die Arbeit unter verschiedenen Personen aufteilt, dann ergibt sich für so manchen Träger eine Bilanz, die das Projekt unterstützenswert erscheinen lässt!
Welche Voraussetzungen muß die Person des Vermittlers mitbringen?
Eine akademische Ausbildung ist sicherlich wünschenswert (Psychologe, Heilpädagoge, Sozialpädagoge…), aber vielleicht nicht immer zwingend notwendig. Entscheidend ist die langjährige Berufserfahrung in der Behindertenarbeit und selbstverständlich eine persönliche Eignung. Dazu gehören Einfühlungsvermögen, Charakterstärke und Fachkompetenz, um nur einiges zu nennen. Das wichtigste aber ist die Begeisterung für diesen Ansatz und die Bereitschaft, sich unter Umständen auch ehrenamtlich zu engagieren.
Ist es möglich, bei der Schatzkiste in Hamburg (oder anderswo) einen Informationsbesuch abzustatten?
Ja.
Welches zusätzliche Informationsmaterial über die Schatzkiste gibt es?
Es gibt eine DVD mit kleinen Filmausschnitten über die Arbeit der Schatzkiste-Hamburg. Größtenteils sind dies Fernsehbeiträge , aber auch ein paar selbstgedrehte Abschnitte. Die DVD eignet sich hervorragend für Präsentationen und Werbeveranstaltungen und wird Ihnen gegen einen Unkostenbeitrag von 25.- € gerne zugeschickt.
Gibt es auch Informationsveranstaltungen in Hamburg?
Ja, es ist beabsichtigt, mehrere Male im Jahr eintägige Informationsveranstaltungen in Hamburg durchzuführen. Wenn Sie Ihr Interesse daran bekunden wollen, senden Sie doch bitte eine Nachricht.
Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit die Gründung einer neuen Schatzkiste erfolgreich ist?
Die Größe der Kartei ist sicherlich der wichtigste Gesichtspunkt. Es muß schon die berechtigte Aussicht vorhanden sein, (möglichst innerhalb eines Jahres) mindestens hundert Partnersuchende zu erfassen. Ist das nicht gegeben, so könnte das Unterfangen für den Vermittler mühsam und für die hoffnungsvollen Klienten ziemlich frustrierend sein.
Ist die Gründung einer neuen Schatzkiste nur in Großstädten möglich?
Auch in ländlichen Regionen gibt es vereinzelt schwerpunktmäßige Ansammlungen des genannten Personenkreises. Das können Großeinrichtungen sein und Werkstätten. Trotzdem ist hier ein höherer Aufwand besonders an Werbung zu veranschlagen. Die Zusammenarbeit mit benachbarten Vermittlungsstellen ist unbedingt zu empfehlen!
Ist die Schatzkiste nur für Menschen mit geistigen Behinderungen?
Grundsätzlich können auch Personen mit anderen Behinderungsarten angesprochen werden. Das ist auch bei einigen Vermittlungsstellen so, z.B. in Berlin.
Heißt Internet-Datenbank, dass sich Menschen mit Behinderung einloggen und selbst auf Partnersuche gehen können?
Nein, die Datenbank ist nur für Vermittler zugänglich.
Wie kann ich die Internet-Datenbank kennen lernen?
Am besten ist sicherlich der Besuch bei einer der genannten Informationsveranstaltungen. Technisch möglich wäre es aber auch, sich am Telefon und am Bildschirm von Bernd Zemella die Datenbank vorführen zu lassen.